Therapie

Wann ist eine osteopathische Behandlung sinnvoll:

Doch nicht nur bei bereits aufgetretenen Problemen kann eine osteopathische Behandlung helfen. Ein regelmäßiger Check-up kann vielen Problemen vorbeugen und sie vermeiden, wie z. B:

Behandlungsablauf

Vor der Behandlung

Dein Pferd sollte zur Behandlung trocken und weitestgehend sauber sein und unmittelbar vor der Behandlung nicht geritten oder gearbeitet werden.

Da eine medikamentöse Behandlung mit entzündungshemmenden oder schmerzlindernden Medikamenten eine osteopathische Diagnose verfälschen kann, sollten diese vor der Behandlung abgeschlossen sein. Bitte gib mir bei einer Terminvereinbarung an, welche Medikamente dein Pferd bekommt.

Anamnese

Am Anfang einer osteopathischen Behandlung steht ein ausführliches Gespräch, um Informationen über aktuelle Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte und eventuell bereits vorhandene fachärztliche Befunde deines Pferdes zu erhalten. Weitere Faktoren wie Alter, Haltung, Nutzung und Ausrüstung stellen ebenso einen wichtigen Bestandteil des Gesprächs dar.

Adspektion & Ganganalyse

Zuerst sehe ich mir das Pferd im Stand an. Gebäude, Stellung der Gliedmaßen, Beurteilung der Muskulatur, Ernährungszustand und allgemeine Auffälligkeiten werden begutachtet.

Danach schau ich mir dein Pferd in der Bewegung an. Hierbei achte ich auf die Fußung, die Stellung und Beweglichkeit der Gelenke und natürlich die Taktklarheit. Das alles gibt mir bereits im Vorfeld einen Eindruck, wo die Biomechanik deines Pferdes möglicherweise eingeschränkt ist.

Die Behandlung- so kann ich deinem Pferd helfen

Die Behandlung selbst findet an einem möglichst ruhigen Platz,  in einer für das Pferd gewohnten Umgebung, bei dir am Stall statt. Die Behandlungszeit sollte außerhalb der Fütterungszeit stattfinden, um Unruhe zu vermeiden. 

Die Dauer der Erstbehandlung liegt zwischen 1,5 bis 2 Stunden und wird von den Pferden im Allgemeinen als sehr angenehm empfunden und gut toleriert.

Genauso individuell wie die Einschränkung der Biomechanik gestaltet sich die Behandlung. Je nachdem, um welche Art von Blockade es sich handelt, kommen strukturelle, craniosacrale, manuelle, fasziale oder energetische Techniken zum Einsatz. Zusätzlich wende ich Dehnungen und Massagen an, um Bewegungsstörungen zu beseitigen und Muskelverhärtungen oder Muskelatrophien zu behandeln oder vorzubeugen.

Je nach Notwendigkeit wird die Behandlung ergänzt durch die Phonophorese (Stimmgabel), Kinesiologisches Taping, Matrix-Rhythmus-Therapie oder Wärmetherapie mit der Equispa.

Abschlussgespräch und Beratung

Im Anschluss an die Behandlung ist noch Zeit für ein Abschlussgespräch und die Klärung offener Fragen. Außerdem bekommst du als Pferdebesitzer von mir hilfreiche Übungen für den Alltag an die Hand, damit du lernst, dein Pferd bestmöglich selbst zu unterstützen und so zu einem langfristigen Erfolg der Behandlung beizutragen.

Nach der Behandlung

Dem Pferd sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich nach dem Lösen der Blockaden an die neue Situation (Bewegungsmöglichkeit, Gleichgewichtsempfinden) gewöhnen zu können.

Deshalb sollte das Pferd 3 Tage nach der Behandlung nicht geritten werden. Es darf in diesem Zeitraum jedoch gerne auf die Koppel oder sich anderweitig frei bewegen. Bewegung ist sogar sehr wichtig. Dein Pferd kann auch unausgebunden mit Kappzaum longiert werden.

Je nach Befund und Therapie findet immer eine individuelle Absprache mit dir statt.

Behandlungsfrequenz

Ob und wann eine Nachbehandlung von Nöten ist, besprechen wir gemeinsam im Anschluss an die Behandlung. In manchen Fällen oder je nach Beanspruchung des Pferdes kann es nötig sein, eine oder regelmäßige Nachbehandlungen durchzuführen, um eine langfristige Verbesserung zu erzielen.

Die verschiedenen Techniken der Pferdeosteopathie

Parietale Osteopathie

Traditionell stellt die parietale Osteopathie die Basis osteopathischer Behandlung dar. Hierbei werden Muskeln, Sehnen, Gelenke und Faszien auf Bewegungseinschränkungen untersucht und behandelt. Blockaden und Dysfunktionen lassen sich durch manuelle und mechanische Reize lösen. Hierbei gibt es verschiedene Techniken und das Pferd entscheidet, welche ihm am meisten liegt.

Fasziale Osteopathie

Bei der faszialen Osteopathie werden Dysfunktionen und Störungen von Faszien aufgedeckt und gezielt behandelt. Faszien sind ein komplexes Netzwerk aus Bindegewebe, das den ganzen Körper durchzieht und Muskeln, Knochen, Organe und andere Gewebe miteinander verbindet. Bei der Behandlung am Pferd werden spezielle Methoden eingesetzt, um die faszialen Strukturen zu mobilisieren und zu dehnen. Dies trägt dazu bei, Schmerzen zu reduzieren, Bewegungseinschränkungen zu lösen und die Balance und Koordination des Pferdes zu verbessern. 

Viszerale Osteopathie

Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit der Behandlung der Organe. Schwerpunkt der Behandlung ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit der Organe und der sie einhüllenden oder stützenden faszialen Gewebe. Dies ist wichtig für die optimale Funktion des Organs und hat auch Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Die Organe sind über Faszien, Bindegewebe und Ligamente miteinander verbunden. Verklebungen und Verwachsungen können diese Funktion stören.

Craniosacrale Osteopathie

Der Begriff Craniosacral kommt von Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum). Das Craniosacrale System umfasst vereinfacht  gesagt den Schädel mit seinen einzelnen Strukturen und erstreckt sich über die Wirbelsäule bis hin zum Kreuzbein. Es ist von einer dreifachen Haut (Dura mater, Arachnoidea und Pia mater) umgeben und erstreckt sich im Duraschlauch auch entlang der Wirbelsäule. Ein wesentliches Element im craniosacralen System ist der Liquor.

Die Grundlage dieser Therapie basiert auf dem craniosacralen Rhythmus, der durch die Produktion und Resorption (Entstehung rhythmischer Bewegung) des Liquors erzeugt wird. Diese kaum wahrnehmbare Bewegung erstreckt sich über die extrazellulären Flüssigkeiten im ganzen Körper und beeinflusst so alle Körperzellen und den Stoffwechsel des Organismus. Dies kann man vor allem am Schädel und am Kreuzbein wahrnehmen und als Grundlage für die Behandlung nutzen. Diese sanfte Behandlungsmethode zielt darauf ab, das craniosacrale System des Pferdes zu harmonisieren. Dabei werden durch sanfte Berührungen und behutsame Impulse Blockaden und Spannungen aufgedeckt und gelöst. So sollen die Eigenregulation und die Selbstheilungskräfte des Organismus durch die freie Entfaltung des craniosacralen Rhythmus im ganzen Körper gefördert werden.

Eine osteopathische Behandlung ersetzt keinen Tierarztbesuch.

Kontakt

So erreichst du mich

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